RBS hat nahe der Stadt Übach-Palenberg, Kreis Heinsberg, bis zum Jahr 2001
Kalksandsteine auf einem Teil einer ehemaligen Auskiesungsfläche produziert. Das ehemalige Kalksandsteinwerk
befindet sich innerhalb des Naturschutzgebietes Tevener Heide.
Luftbild von 1998
In den Jahren 2004 und 2005 wurde für die ehemalige Betriebsstätte in
Absprache mit der Stadt Übach-Palenberg und dem Kreis Heinsberg ein Konzept entwickelt,
durch das die Fläche in die Tevener Heide integriert werden sollte. Hierfür wurden alle
baulichen Anlagen inkl. der dazugehörigen Fundamente abgerissen. Straßen und Lagerflächen
wurden entsiegelt und es wurde ein vielfältiges Mosaik aus wertvollen Lebensräumen für Tiere
und Pflanzen hergestellt.
Renaturierter Betriebswegebereich
Durch mehrere Dokumentationen wurde bewiesen,
dass durch die im August 2005 fertig gestellte Renaturierung bereits heute ein ökologisch vielfältiger und
landschaftsästhetisch reizvoller Standort geschaffen worden ist, der sich nahtlos in die Tevener Heide integriert.
Der weitere Verlauf der Renaturierung wird auch in den kommenden Jahren durch Dokumentationen festgehalten.
Fläche des ehemaligen Betriebsgeländes - heute typische Offenlandfläche
Die Renaturierung Scherpenseel erhielt 2007 im Rahmen
des Deutschen Nachhaltigkeitspreises des Bundesverbandes der Deutschen
Kies- und Sandindustrie e.V. eine Auszeichnung für die gelungene
Renaturierung, die weit über das geforderte Maß hinausgeht.
Im Rahmen des Countdown 2010 zur Biodiversität wurde
im Januar 2010 der Rheinische Baustoffwerke GmbH eine Anerkennung für die
Wiederherrichtung des Kalksandsteinwerkes Scherpenseel ausgesprochen. Dies
geschah unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Ministers für
Umwelt und Klimaschutz, Herrn Sander.
Ehemaliges Wasserbevorratungsbecken – heute naturnahes Kleingewässer